9.2.2014: NEIN zur Konkordats-Verchärfung!

07.01.2014 00:00

Die Verschärfungen des bestehenden Konkordats sind weder zielführend, noch verhältnismässig und zudem rechtsstaatlich fragwürdig. Deshalb: Nein am 9. Februar.

Eine breite Allianz fast aller Parteien hat das Referendum gegen die Verschärfungen des Konkordats „Massnahmen gegen Gewalt anlässlich an Sportveranstaltungen“ ergriffen. Das Berner Stimmvolk kann nun darüber abstimmen.

Ich sage zum Konkordat Nein, weil:

  1. Das „Berner Modell“ bewährt sich: Der konstruktive Dialog zwischen Behörden, Polizei, Klubs, Fanarbeit und Fans führte in den letzten Jahren zu positiven Ergebnissen. Die vorgesehene Verschärfungen des Konkordats werden diese wieder gefährden.
  2. Repression und Kollektivstrafen: Die Verschärfungen setzen einseitig auf solche Massnahmen. Es ist erwiesen, dass Dialog, Prävention und sozioprofessionelle Fanarbeit mittel- und langfristig zielführender sind.
  3. Die Zahlen belegen die positiven Resultate: In den letzten drei Jahren wurden die Polizeikosten halbiert.
  4. 1.4 Mio. Personen besuchen jährlich Sportveranstaltungen von Berner Fussball- und Eishockeyklubs (Zunahme seit 2002 um 70%!). Trotzdem sinkt die Zahl gewalttätiger Vorfälle: In der laufenden Saison gab es in den höchsten beiden Ligen lediglich einen einzigen rapportierten, sicherheitsrelevanten Vorfall – dennoch sollen nun Massnahmen ergriffen werden, die alle treffen.
  5. Aufweichung des Gewaltmonopols der Polizei: Private Sicherheitsdienste sollen neu den ganzen Körper, inklusive Intimbereich, abtasten können.