Ausgabenkosten einsparen statt Dienstleistungen abbauen!

26.09.2015 14:53

Postulat im Stadtrat zusammen mit Peter Marbet

Der Gemeinderat wird beauftragt zu prüfen, mit welchen Massnahmen öffentliche Beschaffungen
mit den beiden Nachbargemeinden Köniz und Ostermundigen optimal koordiniert werden können
(u.a. mittels eines Koordinationstools), mit dem Ziel, gegebenenfalls gemeinsame Beschaffungen
zu tätigen.

Begründung
Gemeinsame Beschaffungen würden innerhalb der Gemeinden Synergieeffekte generieren und
könnten zu Einsparungen führen.
Im Beschaffungswesen unterstehen die Gemeinden dem kantonalen Gesetz über das öffentliche
Beschaffungswesen. Die Stadt Bern sowie die Gemeinden Köniz und Ostermundigen betreiben
demnach ihre Beschaffungen eigenständig nach diesen Grundsätzen. In der Stadt Bern bereitet
die Fachstelle Beschaffungswesen in Zusammenarbeit mit den Abteilungen der Stadtverwaltung
Beschaffungen vor. Eine paritätisch zusammengesetzte Beschaffungskommission prüft die Vergabeanträge
und stellt der zuständigen Direktion die entsprechenden Anträge. Die Fachstelle Beschaffungswesen
der Stadt Bern bietet ihr Fachwissen auch für andere Gemeinden an.
Im Bereich Lieferaufträge (z.B. neue Geräte oder Fahrzeuge) sowie Dienstleistungen (z.B. Informations-
und Telekommunikations-Dienstleistungen) liessen sich durch Kooperation der drei Gemeinden
Synergien, wie grössere Auftragslose und dadurch bessere Konditionen oder effizientere Bewirtschaftung
im Betrieb erreichen. Ähnlich wie die Stadt Bern eine Koordination von Bauvorhaben
im öffentlichen Raum betreibt, könnten die Gemeinden ihre Bedürfnisse für Beschaffungen rechtzeitig
anmelden, mit dem Ziel, dass Beschaffungsaufträge aufeinander abgestimmt werden können
– sofern die anderen Gemeinden in einem ähnlichen Zeitraum vergleichbare Beschaffungen vorsehen.